Hallo zusammen, mein Name ist Mel und ich bin neu hier. Also, nicht neu als Mitglied in der Nähgang, aber neu im Nähgang-Team. „Moment mal“, wirst Du Dir vielleicht denken; „Mel, den Namen habe ich diese Woche doch schon mal gehört?“
Ja, wie es der Zufall so will, habe ich am gleichen Tag im Nähgang-Team gestartet, an dem das Monatsprojekt, die Tasche Mel, veröffentlicht wurde. Wenn das mal nicht eine lustige Überraschung war und mir den Start umso mehr versüßt hat. Und ich überlege schon, welche Stoffe ich aus meinem Stash dafür plündern werde. Denn das ist doch wohl klar, dass ich Mel nähen werde.

Jetzt ging es bereits viel um meinen Namen, aber wer bin ich eigentlich?
Ich bin ein 35-jähriges Nordlicht mit Liebe zu kreativen Hobbies. Neben dem Nähen zeichne ich besonders gerne. Und wenn ich mal ein Geschenk benötige, kann ich mich auch an diesen Hobby-Schubladen bedienen: Kerzen ziehen, Seife herstellen, Karten basteln, ich schmeiße den Plotter an oder mache ein hübsches Tablett aus Gießpulver. Wie Du siehst, kann ich mich für vieles begeistern, bei dem man selbst etwas Schönes (oder zumindest ein „Unikat“) herstellt.

Aber nun zum Wichtigsten: Dem Nähen
Ich habe die ersten Basics an der Nähmaschine im Textilen Gestalten in der 5. Klasse gelernt. Die Projekte, z.B. eine Buchhülle zu nähen, waren zwar, besonders in dem Alter, nicht die spannendsten, aber Freude hatte ich dennoch daran.
Ich denke ich war ungefähr 12, als meine Tante mich zu sich zum Nähen eingeladen hat. Gemeinsam wollten wir aus einer alten Jeanshose eine Umhängetasche für mich nähen. Also Hosenbeine abgeschnitten, an die Nähmaschine gesetzt und angefangen den Teil der Hose, an dem eben noch die Beine waren, zusammenzunähen, um das Grundgerüst der Tasche herzustellen. Ach, was waren wir naiv. Ich weiß inzwischen nicht mehr, wie viele Nadeln gebrochen sind, meine Lust und Geduld waren auf jeden Fall gebrochen. Dennoch haben wir uns, nachdem meine Tante neue (Jeans-)Nadeln gekauft hat, weiter durchgekämpft und am Schluss war ich doch noch stolze Besitzerin einer neuen coolen Tasche. Aber zugegeben habe ich danach bestimmt 10 Jahre nicht mehr genäht.
Daran, wie die Lust zum Nähen in meinen Zwanzigern zurückkam, kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Auf jeden Fall habe ich mir eine Nähmaschine bei Aldi gekauft und mich an kleinen Täschchen und später Kuscheltieren versucht. Über die Jahre sind einige Teddys entstanden, aber so wirklich zufrieden war ich mit ihnen selten. Meine kleine Nichte sagt jetzt noch liebevoll, ihr Teddy hätte einen Schnabel. Und was soll ich sagen, sie hat recht. Und das ist auch vollkommen okay so.
Hier ein seltenes Teddy-Exemplar, mit dem ich doch zufrieden war:

Ich habe die Kuscheltiere hinter mir gelassen, zwischenzeitlich auf einer W6 genäht und dann während Corona zu den Näh-Boxen von Das mach ich nachts und somit zur Nähgang gefunden. Und meine Güte, hat sich da eine neue Welt für mich aufgetan. Ich habe meine Leidenschaft fürs Taschennähen weiter vertieft und erste Versuche im Patchworken gewagt.

Inzwischen besitze ich seit ca. zwei Jahren eine bernette b79 und bin wirklich glücklich darüber. Dennoch habe ich sie in den letzten Monaten teilweise etwas vernachlässigt, um meiner neuen Leidenschaft, dem EPP (English Paper Piecing) nachzukommen. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich mal Freude am Nähen mit der Hand haben, geschweige denn über Monate hinweg an einem Quilttop arbeiten würde. Aber was soll ich sagen? Heidi (Spatz&Lux) und Stefanie (Liesel & Fred) haben mich mit ihrer Begeisterung angesteckt.

Nun muss er nur noch fertiggestellt werden, aber zum Glück haben wir auch dazu viele tolle Videos und Inspirationen in der Nähgang.

Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Nähgang-Zeit. Melde Dich gerne bei mir, wenn Du irgendein Anliegen hast.
Deine Mel
Kommentare